Momentan noch sehr schwammig, muss weiter über die Abgrenzungen nachdenken
In manchen Fällen fühlt sich das Nutzen von AI als vollkommen gerechtfertigtes Werkzeug an. Doch es gibt auch Situationen, in denen es sich völlig deplatziert und unehrlich anfühlt. Die Einordnung, die ich erst von Jan Borchers gehört habe, und dann Timon Römer und Anne Pickartz weiterentwickelt habe, ist die einfache Frage:
Soll das Ergebnis eine Seele haben?
Häufig ist unser Ergebnis nur ein Mittel zum Zweck (Prototyp für einen User Test, Visualisierung einer Wandfarbe im Wohnzimmer, …). In diesen Situationen ist es gerechtfertigt, den Prozess zu verschnellern und vereinfachen. So kann sogar die Iteration Speed erhöht werden, was helfen kann, das Ziel zu erfüllen. Das Ergebnis selber muss also keine Seele haben, es reicht aus, wenn es “kalt” und maschinell ist.
Anders ist es, wenn das Ergebnis der Zweck an sich ist. Schreibe ich beispielsweise ein Paper, so ist mein Ziel, meine Gedanken dem Lesenden zu vermitteln. Aus Leser-Perspektive wünsche ich mir also, dass das Ergebnis eine Seele hat.